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spät bemerkte dinge, teil 2

wow, hier war auch schon seit längerem kein bär mehr los...
naja, viel ernsthaft diskutierbares ist ja nicht geschehen und ein bisschen mussten wir natürlich auch um herrn jacksons ableben trauern, bis heute wird in den zeitungen geschlachtet, wo es nur geht.
ihr wisst schon, mal ist er irre, dann kommt verschwörung 1, dann arme sau, darauf folgte ein eigentlich transsexuell, verschwörung 2, große depression und angst vor dem irgendwie gruseligen papi, debbie rowe verkauft die kinder an die ex-potentielle schwiegermutter und so weiter und so weiter.
nun wir finden es schade, dass er hinüber ist und schader, dass die medien immer irgendwas dazu verzapfen müssen, sommerloch hin oder her. am schadesten ist eigentlich, dass das ganze drumherum mit diesem riesenbohei ohne ende knete kassiert und die leute, die übrig bleiben gar nicht wissen, wohin mit ihrem schmerz.
tot ist tot, muss man mit klar kommen, et cetera, aber dieses tägliche - wahrscheinlich einigerorts stündliche einrasseln von irgendwelchen spekulationen und brimborium um trauerfeiern und totenscheinen darf der nachwuchs, die geschwister und eltern was machen?
verarbeiten?
hm, funktionieren trifft es eher.
irgendwann gibt es wieder einen alltag, irgendwann ist der abschied vollzogen und geweint wird nur noch, wenn mal ein lied von schnulzi schmonzi im radio läuft.

heulen. das dauert bei angehörigen von berühmten toten menschen länger, als bei den schulzes von nebenan.
weil sie überall waren. und post mortem überall sind.
wenn jacksons angehörige irgendwann wieder klar kommen, dann kommen interviews, exklusivausstrahlungen, vielleicht biographische bestsellerprototypen und so weiter und so weiter.
vielleicht ist es auch teil ihres individuellen verarbeitungsprozess, darüber reden, schreiben, singen, tanzen - was auch immer.
die medien werden immer dabei sein.
vielleicht werden sich die kinder irgendwann fragen, ob es diese dinge gibt, wie wahre freunde oder dinge, die ihnen so am herzen liegen, dass ihnen nicht mehr so sehr fehlt, was ausschlaggebend und teil in ihrem leben war.
kriegen sie es auf die reihe, ihrer umgebung den wert zu zu schreiben, der am ehesten einer mit ihrem gewissen zu vereinbarenden wahrheit entspricht.
vielleicht werden sie verzogen oder zerstörerisch, vielleicht werden sie auch ganz normal.
wer weiß das schon.
das leben geht immerhin so lange weiter, bis man irgendwann tot ist.
und die alten ägypter haben das ganze leben ja als vorbereitung auf das eigentliche leben, also das nach dem irdischen tod, gesehen.
vielleicht hilft einem diese vorstellung.

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