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youtube macht zu und online-marketing ist sowieso überbewertet

verehrte leserschaft...

wenn ihr spon gelesen habt und deshalb bereits wisst, dass sich youtube nach dem sandkastenstreit mit der gema dazu entschlossen hat, in den nächsten tagen sämtliche musikvideos für den deutschen raum zu sperren. ja, das ist schade, aber vielleicht nur ein aprilscherz. die schon fast als klassische werbemittel für musiker und deren verkaufsteams etablierten flashspots verschwinden vielleicht nun nach und nach aus unseren blogs und deshalb müsste von jetzt an wieder text her, wenn wir euch beschreiben wollen, wie schön schräg die welt an der grenze zwischen kongenialem blödsinn und der teilwese frustrierend realistischen realität aussieht.

genau aus diesem grund steht hier an dieser stelle text.

und kein video.

für ein bisschen qualität in diesem vorsintflutlichen "text-statt-szenen"-format - also "tss" (eng. "phrases against pictures", kurz: "pap") - hat sich unser team ein bisschen oberflächlich mit online-marketing beschäftigt, einer mode, der man schon vor 10 jahren nicht mehr ausweichen konnte; aber mitteleuropa merkt alles insgesamt ein bisschen später. oder gar nicht, was manchmal wünschenswert wäre.
zurück in unseren klostermauern angekommen, haben wir ganz ohne drogen die an (veränderte umstände weiblicher humanoide erinnernden) abkürzungen für unser tss-konzept entwickelt und basteln augenblicklich, also live und in farbe, an eurer zukunft auf diesem blog.

uns erreichte kürzlich die in leicht erbostem tonus gestellte frage, ob man mit werbemails bombardiert wird, wenn man von uns einen feed bezieht. wir können verstehen, WARUM jemand erbost über diesen spamming-zustand ist, wir sind auch fein raus, weil wir NICHTS damit zu tun HÄTTEN, wenn derartiges KÄME. wir müssen irgendwann mal herausfinden, ob wir einen feed haben.

wir wissen nämlich gar nicht, wie das geht (den einzigen it-ler mussten wir leider einsparen, weil er von ibm kam und mit sun nichts zu tun haben wollte, lange geschichte, ging durch die presse und so, aber gegen jahresende planen wir rehabilitiert zu sein). wir haben ja nicht einmal werbung in eigener sache auf unseren seiten...

die frage ist jedenfalls, wie angedeutet, nachvollziehbar.
erstens: egal, was man sich kauft, man sollte es besser online registrieren.
zweitens: bestellt man bei xy.de bücher, gibt es werbung von yz.de und wenn man sich bei irgendwelchen meilen eingetragen hat, blüht einen der sich täglich füllende posteingang. leider nicht mit nachrichten, die man lange erwartet oder über die man sich freut. deshalb ärgern sich einige menschen. früher waren es die wurfsendungen, die die menschheit auf die entwicklung von altpapier-recycling brachte und heute sagt einem die größte suchmaschine der welt, dass man nichts mehr löschen braucht, weil sie alles für einen speichert.

SOWAS ist aber noch lange nicht alles im online-marketing-puff.

wir haben bis jetzt 3 kategorien für potentielle marketing-opfer, also KONSUMENTEN, im internet ausgearbeitet - haben also so getan, als würden wir zu DENEN gehören. leider haben wir dafür kein geld genommen.

die erste kategorie ist der sporadische online-gänger. darunter fallen die leute, die "mal" etwas "aus dem internet suchen", weil ihre sonst gern genutzten alternativen das telefon und oder die life-beschau in geschäften sind. wenn es sonntag abends nun nicht machbar ist, "gehen" sie den rechner "anwerfen" und "loggen" sich im internet ein (für mittlerweile gähnende it-spezialisten: es gibt wirklich noch diese menschen, die sich ersteinmal einloggen, um überhaupt online zu kommen). sie benutzen hierzu den betriebssystemeigenen browser und die suchmaschine, die ihnen ihr provider empfiehlt oder wahlweise eine toolbar, sofern eine aktuelle version ihres standardbrowsers vorliegt (eigentlich spaltet sich an dieser stelle jener menschenschlag in wieder zwei gruppen, weil die einen wirklich jeden klugschiss ihre missratenen schwiegersöhne als rat annehmen und die anderen erst fühlen müssen, bis sie hören). dort geben sie ihren suchbegriff ein, KLICKEN auf suche und wählen dann DEN LINK AN OBERSTER STELLE aus. wenn sie nicht aus bereits unzähligen infotainment-sendungen in der glotze auf teilweise kontobewegungen-verunglimpfende seiten (hinweis: nicht alle anzeigen sind böse - um diese fehlende botschaft in besagten sendungen zu ergänzen) aufmerksam gemacht wurden, könnte es passieren, dass diese art von nutzern schlimmstenfalls bald pleite ist.

der werbende hat damit recht effektives, wenn auch fragwürdiges, online-marketing betrieben.
wer grunsätzlich vermeidet, diese anzeigen zu klicken, hat entweder bereits erfahrungen dementsprechend gemacht, einen missratenen schwiegersohn als berater für voll genommen, nach den simpsons weiter fern gesehen oder das wort "anzeige" entdeckt und von selbst vermieden, zu klicken.

damit kämen wir dann zum marketing-opfer in kategorie zwei: diese art von besuchern im internet ist in der lage, sich selbstständig ein email-postfach einzurichten und darüber mit der welt zu kommunizieren. je nach altersgruppe und kommunikationsbereitschaft befinden sich derartige in diversen foren, sozialnetzwerken und haben vielleicht sogar einen eigenen webspace mit gartenzaun. auf anzeigen á la suchmaschinen-startseite (oder schlimmer noch: spalte rechts) reagieren sie kaum. pop-up-fenster werden entweder eh geblockt oder desinteressiert in eigenregie geschlossen. bunte flashbanner, am besten mit aktionsskripten sind da schon interessanter. ein bisschen billard hier spielen, ein songausschnitt einer band dort, einen burger könnte man auch wieder vertragen...

bis vor kurzem als noch unpersonalisierte flashbannerwerbung, welche anfangs noch willkürlich in einer random-schleife auf den seiten geschaltet wurde, steigt die spannung beim einsatz von trackern. wir wollen die geschichte der tracker an dieser stelle nicht weiter vertiefen, da der mensch mit ahnung ja weg ist.
diese flashbannerwerbung wird dank raffinierten programmierkünsten zu einem persönlichen begleiter, ähnlich, wie in der plakatwerbung, sehnen sich alle im winter mehr nach sonne und weniger nach sonnencreme (und nur an weihnachten hungern die kinder...) und im internet surft man halt mittags in begleitung eines fastfood-spots, während man abends schon eher bock auf das schaumbad oder den longdrink (oder beides) hat.

die werbebanner werden also tageszeitengerecht auf uns konsumenten zugeschnitten.
das ist gar nicht mal ungeschickt. als konjunkturaufschwung könnte man natürlich allerhand plakatierer engagieren, die im selben tempo plakate anbringen. das würde erstens lustig aussehen und zweitens die stagnierende altpapierproduktion fördern.

in der kategorie drei sind die menschen von einer derartigen raffinesse semibeeindruckt, wenn sie selbst gerade einen text lesen wollen und eine mischung aus flash-banner und pop-up mitten auf dem eigentlich zu lesen gedachten steht. schlimm ist es, wenn sich das ganze drama erst zu einem vollständigen glitzerdingsbums-trallala-bild in aller grauenhaftigkeit entfalten muss BEVOR es sich überhaupt schließen lässt.
diesen menschen kommt online-marketing in kaum einer weise zugute, sie sind genervt vom permanenten klötern irgendwelcher kugeln im hintergrund, der blicklähmung durch auf-text-barrikaden, der ständigen kaufen-sie-dies-kaufen-sie-jenes-mails (die sie erhalten, weil sie den fehler begingen, beim anfordern ihrer rabattkarte für sonstwas eine emailadresse anzugeben und nicht der spamklausel widersprochen zu haben).
der gimmick, welchen sich die werbenasen irgendwann einmal zurechtgekokst haben müssen, kriegt aber irgendwann auch einen von der dreier-sorte. deren personalisierte werbung ist so dermaßen personalisiert, dass sie in einer höheren wahrscheinlichkeit als bisher auf ihre gewohnheiten zugeschnittene werbung erhalten. wer eine zeitlang vielfach nach bestimmten themen gesucht hat, erhält werbeplatzhalter mit passenden spots. so einer also viel über "alles rund ums haustier" gelesen hat und dies über suchmaschinenoptimierte seiten tat, wird ganz überraschend beim aufrufen einer x-beliebigen seite (welche dann widerum entsprechend optimiert sein sollte) werbung für katzenfutter sehen.

subtile art zu werben. beängstigend und teilweise fraglich, wenn man darüber nachdenkt, was alles gespeichert wird, um später werbung für etwas zu bekommen, das man dann tatsächlich kauft.

so kommen wir ein bisschen zurück zu youtube-videos. manchmal erscheinen dort "ads" in form solcher banner im video mit dem üblichen "klick mich weg"-x. zwar konnten wir uns noch nicht so richtig davon überzeugen, was das bewerben von browsergärten mit verpatzten szenen amerikanischer krankenhaus-komödien gemeinsam hat, aber wenn es nach gespeicherten personalien geht, sind wir sehr neugierig, wie einige werbebanner gerade uns ansprechen sollen.

auf besitmmten sozialnetzwerken ist werbung nämlich unübersehbar hauptbestandteil seiner profilseite und einige fragen sich, ob die profilbesucher die gleiche werbung erhalten...

vielleicht entwickeln wir darüber mal ein schema.

zum verhüten von tss auf dieser seite gibt es nur eine möglichkeit: 10 cm luft zwischen kabel und buchse und was pap betrifft, das hier ist der test.

sollte eines von beiden im wahren leben auftauchen, haben wir mit sowas nichts zu tun. das ist bäh. wir empfehlen hierbei direkt zum arzt zu gehen oder einfach lange genug auf irgendwelchen seiten hin und her zu surfen, bis der passende spot erscheint.

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