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jajaja, neues jahr und so... planieren statt sanieren

guten morgen, geliebtes leservolk!
da bis vor kurzem im ausland befindlich, konnten wir einige dinge aus der ferne nicht abschätzen.
da wären zum einen die "überraschend" winterlichen temperaturen in unserem winter (schließlich hatten wir zuletzt vor 15 jahren sowas gesehen) und die tatsache, dass sich natürlich wieder einmal das ganze land darüber aufregt, wie furchtbar kalt es doch ist, wir wissen, was das bedeutet, sollte man nicht vernachlässigen. zum anderen wäre das von uns als modephänomen betrachtetes "wir befinden uns in einer krise"-syndrom, an welchem jeder irgendwie teilhat, ob er will oder nicht, scheißegal, wir leiden alle, kollektiv.
tun wir das? leiden?
worunter eigentlich? gut, die erfrorenen - mögen sie in frieden ruhen - die haben vor ihrem dahinscheiden sicherlich gelitten. unsereins mault schon, wenn er kalte füße beim warten auf den bus bekommt (was in rahlstedt zum beispiel gut und gerne lange dauern kann).
die isländer haben kürzlich darunter gelitten, kein geld zu bekommen.
einige mitarbeiter in dem unternehmen, das wir unterwandern wollen, sind mittlerweile auch gegangen worden, wahrscheinlich werden sie darunter leiden, den ganzen jobsuchenquatsch nochmal zu machen.
wir wissen es nicht, noch sind wir fein raus.
wir sind froh, nicht zu frieren und geld aus unserer gelddruckmaschine zu bekommen, weil wir arbeit haben, die uns welches verfügbar macht.
"wer dankbar ist, ist reich", sagt das teebeutel-orakel. wir sind reich. aber nicht, weil wir uns bedanken, sondern weil wir wissen, dass alles nicht so schlimm sein kann, wie es alle immer behaupten.
sollte einem ganzen land wirklich kein geld mehr existieren würde man doch nicht verhungern. wenn keiner geld hat, kann keiner etwas kaufen. lebensmittel würden verderben, also entsorgt man sie durch verschenken. oder das tauschgeschäft wird eingeführt. wer keine waren hat, zahlt mit dienstleistungen. das bezahlen an sich ist also nicht das problem. irgendwann würde die produktion neuer konsumgüter im inland stillstehen. aber das ist für uns auch nicht weiter schlimm, denn erstens würden von irgendwo hilfsgüter gestellt werden und zweitens findet die produktion der meisten güter doch sowieso mittlerweile im ausland statt, weils irgendwann mal billiger war, es so zu machen. sollte es dann irgendwann mal wirklich eine WELTwirtschaftskrise geben, wäre nicht einmal die ganze welt davon betroffen, sondern nur die so genannten finanzkräftigen staaten und die, die finanziell von ihnen abhängig genug sind, um nicht mehr autark über die runden zu kommen.
so, und jetzt?
fangen wir alle an zu weinen?
"nicht, solange es uns gut geht!" - schreit das gewissen eines sozial-studierten.
stimmt, wir werden nicht weinen, solange es uns gut geht, das ist - rational betrachtet - die naheliegendste lösung.
also müssen wir dafür sorgen, dass es uns gut geht?
frech gesagt, das sollten wir eigentlich unser ganzes leben lang tun.
auch wenn dies ebenfalls keine neue erkenntnis ist, aber bei dem, was wir so in unserem umfeld mitbekommen haben, wollen wir es euch gerne nochmal vor augen halten, da es scheinbar einige vergessen und sich dann über bestimmte dinge wundern.
kommen wir wieder zur "krise". wir nennen es ab jetzt "besondere bedingungen". muss ja nicht zwangsläufig ein erhöhter schwierigkeitsgrad sein, dem man ausgesetzt wird, dadurch dass gerade die wirtschaft ein bisschen am rad dreht.
wenn wir uns vorstellen, dass die großkonzerne alle pleite gehen, sich in ihrer panik konkurs-reformieren - der einzelhandel hat schon längst umgeschult - was bleibt dann übrig?
sollte der idealfall eintreten und es ginge lange genug alles kaputt, sodass am ende wirklich alles hinüber ist, dann wäre das für die nachfolgenden generationen die absolute rettung. sie würden alles wieder aufbauen müssen, im besten fall hätten sie aus den jetzigen besonderen bedingungen gelernt, im schlechtesten würde das ganze nochmal von vorn laufen und es gäbe eine neue chance.
das wäre eine relativierung durch globale betrachtung - don't try this at home!
dieses thema könnte sich auch mit der nächsten eiszeit erledigen, aber das erfährt man sowieso erst, wenns zu spät ist.

nach diesem sermon aus unserer ansicht zur allgemeinen wirtschaftslage, durch dessen ausläufer wir sicherlich auch irgendwann betroffen, aber nicht beeindruckt werden sein, können wir nun unserer ankündigung gerecht werden, dass wir uns bemühen, im kommenden jahr wieder fleißiger berichte zu erstatten und mit der zeit vielleicht eine kleine blog-revolution starten, in dem wir ebenfalls alles zerstören und neu wieder aufbauen oder wie ein - von dem wir uns trotz alledem distanzieren, zumindest, wenn wir ernsthaft bleiben wollen - dieter bohlen sein zweitwerk betitelte: "planieren statt sanieren".

wir werden dann wohl eher planieren und kreieren.
oder auch nicht.
aber wir lassen euch nicht allein zurück.

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