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ärger mit StayFriends?

da gerade das datenschutz-verletzungs-syndrom umgeht haben wir hier ein kleines beispiel aus eigenen reihen:
eine mitarbeiterin an unserem blog wurde ungefragt und auf sicherlich gut gemeinten ambitionen von einer ehemaligen klassenkameradin bei stayfriends angemeldet.
das war ihr am anfang wohl herzlich egal, da die newsletter einem nichts großartig abverlangt hatten, konnte man doch problemlos über die email auf seinen account zugreifen - ohne das kennwort zu besitzen.
die anmeldung erfolgt ganz einfach, lediglich bürgerlicher name und email-adresse müssen bekannt sein. zumindest war das 2005 der fall.
das ist das jahr gewesen, in welchem unsere kollegin mit ihrem echten namen falsche schulen besuchte.
ohne sich großartig damit auseinander setzen zu wollen, wie man seine anmeldung abmeldet, dachte sie, sie stellt erstmal ihre daten richtig, damit ihr hauptarbeitgeber nicht plötzlich betrug vorwirft.
gesagt, getan.
zwei jahre später meldete sich die erste klassenkameradin aus damaliger schulzeit mit einer nachricht.
diese konnte sie nur lesen, wenn sie auf einen "premium-account" upgraded.
damit verdient stayfriends also sein geld.
man ist übrigens automatisch mit aol verlinkt und steht auf dem google-index ganz oben.
naja, dachte sie sich, es war eh nicht ihre beste freundin und außer dem üblichen smalltalk wird schon nichts großartig in der versigelten nachricht drin stehen.
pustekuchen.
sie hat mal eben ein klassentreffen verpasst.
nicht so wild.
aber als dann ein newsletter nach dem anderen ihr postfach zu spamte mit ansagen, wie "vervollständigen sie ihr profil" und "jetzt auf premium aupgraden" oder "werben sie freunde...", dachte sie sich, nun ist aber gut und kündigte nach langem suchen auf dieser mittlerweile unsympathisch vor sich hin dümpelnden stayfriends-seite.
kontaktformular ausgefüllt mit einem eindeutigen und höflichen dreizeiler.
bestätigungsemail bekommen.
nicht weiter drum gekümmert.
zwei wochen später liest sie wieder den namen oliver thiel und denkt sich, wie viele morddrohungen muss diese wahrscheinlich fiktive person bereits erhalten haben?
also nochmal abmelden.
der zweite versuch viel etwas weniger freundlich aus:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte Sie hiermit zum zweiten Mal, meinen Account vollständig zu löschen, das beinhaltet ebenfalls das Erscheinen im Google-Index und das Erhalten Ihrer Newsletter.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihre Webseite als unfreiwillig angemeldete Person nicht nutzen möchte und genausowenig daran interessiert bin, mein Profil zu vervollständigen.
Ich danke Ihnen im Voraus für die hoffentlich endgültige Löschung meiner Daten, welche Sie von weiß Gott wem erhalten haben.
Mit freundlichem Gruß,

und, was passierte dann?
nun, sie bekam keine emails mehr von herrn thiel und dachte, damit ist sie endlich raus aus diesem saftladen.
nee, so einfach ist es nicht. google findet sie immernoch verknüpft mit vielleicht weniger gutmütigen personen auf stayfriends. yasni auch. und alle möglichen personendaten-suchseiten dieser welt haben sie mittlerweile. sie hat keinen besonders häufigen namen, daher weiß sie, dass es ihre daten sind.
sie kann nichts dagegen unternehmen, naja, sie lebt damit, wneigstens keine spam-mitteilungen von stayfriends mehr zu bekommen. aber kacke ist es schon, dass jetzt sogar die, die nicht einmal bei stayfriends angemeldet sind, diese person über suchmaschinen ausleuchten könnten.
sie vertraut darauf, dass es keiner will.

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