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wir hatten die wahl zur qual

für farbenblinde und zahlenlegastheniker war es wohl eher weniger einfach, in vier kategorien nach dem zonk zu suchen, nach ersten hochrechnungen bleibt es spannend, die wahlbeteiligung betrug etwa 64 % und irgendwie hat das alles weder hand noch fuß.
fest steht, dass hamburg ersteinmal mindestens vier jahre mit seinem noch nicht komplett gewissen schicksal zu leben hat.
und wir haben einiges feststellen können - wählen gehen ist wie eine hochzeit oder das vorsprechen beim arbeitsamt:

hochzeit: man wird wochen vorher auf ein nahendes schicksal vorbereitet, indem man zu allererst eine einladung erhält.

amt: dann kommen allerhand informationsveranstaltungen, lauter gut gemeinter ratschläge und meinungsbildende umfragestatistiken.

hochzeit: detailangaben folgen, wann hat wer was zu tun und so (welches formular steht wofür = wer wird blumenmädchen und muss sich in welche schale werfen).

amt: man begibt sich zur vorgeschriebenen zeit an vorgeschriebenen ort und gibt einen zettel ab, um ganz viele zettel zu bekommen.

hochzeit: stillschweigen, in sich gehen, der zeremonie mit andacht folgen und an der richtigen stelle seine meinung kundtun oder es lassen.

amt: die vorschriftsmäßig ausgefüllten formulare in die vorgesehenen ablageorte begeben und für seine angaben haftbar sein.

hochzeit: man verlässt den ort der prozedur und lässt sich volllaufen.

amt: man erwartet das ergebnis und harrt und harrt und harrt und am ende wird es doch anders, als erwartet, aber man muss seine nächste chance abwarten.

hochzeit: einige beschweren sich über die größte fehlentscheidung des jahrhunderts und andere loben die vorhergesehene erleuchtung preis.

zusammengefasst:

in der politik benötigt man 4 jahre, um sich erneut auf sein recht der wahl einzulassen, sie kostet einem selbst nicht viel geld, es ist ein enormer verwaltungsaufwand, außerhalb der üblichen amtszeit einen wechsel der bürgerschaft zu ermöglichen.

eine ehe benötigt im schnitt 2 jahre, um geschlossen zu werden, sie ist innerhalb einen jahres annulierbar und wird durchschnittlich nach 6 jahren geschieden. letzteres kommt meistens ziemlich teuer und ist ebenfalls ein enormer verwaltungsaufwand, vor allem, wenn gemeinsame anschaffungen (haus, kind, hund, konto, auto...) und dünnwandige nervenenden im spiel sind.

was ämter angeht, behalten wir uns vor, dem ganzen die absolute unvorhersehbarkeit aufzudrängen. manchmal braucht es jahre, bis ein anliegen zuendegedröselt ist und andersherum kann, vermutlich durch ein zwischenzeitliches sich auftun von wurmlöchern und dergleichen, die (selbstverständlich auch hier verwaltungsaufwandsstarke) prozedur zu einem erschreckend zeitnahen ergebnis führen. diese sache kann geld kosten. manchmal auch bringen, aber am meisten kostet sie nerven.


und zu guter letzt, die nutzungsstatistik des hier beschriebenen wahl-o-maten zur kenntnisnahme:


- soviel zur entschlossenheit der wählerinnen und wähler...

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